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Die Gainfarner Bucht

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Heimatkunde für die Kinder der Volksschule Bad Vöslau

Eine kleine Ausbuchtung des Wiener Beckens

Die Gainfarner Bucht ist eine kleine Ausbuchtung des Wiener Beckens. Sie war im Badenium - vor 16,4 bis 13 Millionen Jahren - vom Meer überflutet, so wie das ganze Wiener Becken.

Die südliche Seite war eine sandige Untiefe und von Seegraswiesen bedeckt. Dazwischen gab es freie Sandflächen. Im tiefen Wasser war der Boden schlammig. Dort lagerte sich der Gainfarner Mergel mit seinen Mollusken ab. Mollusken sind Muscheln und Schnecken.

An der nördlichen Seite der Bucht brandete das Meer an das Gainfarner

 

Konglomerat und den Dolomit des Harzberges. Der Hasen-, Hexen- und Froschstein sind ehemalige Brandungsfelsen aus dieser Zeit.

Wenn im Bereich der Merkensteinerstraße ein Haus oder eine Brunnen gebaut wird, können immer wieder dickschalige Austern und Pilgermuscheln gefunden werden. Dort muss es einen stärkeren Wellenschlag und Strömungen gegeben haben.

Das Badener Meer brandete im Vöslauer Küstenbereich an die Hänge des Harzberges. Dort hatte sich vor 17,2 Millionen Jahren ein Fluss das Gainfarner Konglomerat und die Gainfarner Brekzie abgelagert. Dieser Zeitraum heißt Karpat, das war noch vor der Einsenkung des Wiener Beckens.

Die Wellen schlugen auch gegen die mesozoischen Kalke des Harzberges. Die Brandungsfelsen sind deutliche Spuren und noch heute zu bewundern: Kaiserstein und Schelmenloch. Das Schelmenloch ist eine Brandungshöhle.

Im tieferen Wasser wurden feste Kalke abgelagert. Die Fossilien liegen als Ausgüsse (Steinkernerhaltung) vor, so z.B. die Steinkerne der dickschaligen Samtmuschel Glycymeris pilosa deshayes. Beim Parkplatz Wr. Neustädterstraße sind diese Schichten zu sehen.


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