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Schloss Gainfarn

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Heimatkunde für die Kinder der Volksschule Bad Vöslau

Das Schloss Gainfarn hat eine sehr ähnliche Geschichte wie das Schloss Merkenstein, da die Güter Gainfarn und Großau lange Zeit zusammengehörten.


1206 wurde im Salbuch des Stiftes Klosterneuburg ein Rudwinus von Gainfarn urkundlich erwähnt.

Im Laufe der Jahrhunderte hatte das Schloss verschiedene Besitzer.

Die Hohenberger besaßen im 15. Jahrhundert das Gut Gainfarn. Sie verlegten aber ihren Sitz zur Burg Merkenstein.

Das heute bestehende Schloss Gainfarn ist jedenfalls wesentlich jünger.


Als die Burg Merkenstein während der Zweiten Türkenbelagerung zerstört wurde, kam der Sitz der Herrschaft wieder nach Gainfarn. Sowohl der Ort als auch das Schloss Gainfarn befanden sich bis 1829 im Besitz der Dietrichsteiner.


Dann erwarb Joachim Eduard Graf  Münch-Bellinghausen die beiden Güter Gainfarn und Großau mit Merkenstein. Nach dessen Tod erbte 1866 Adolph Freiherr von Brenner-Felsach das Schloss, dann dessen Sohn Joachim von Brenner-Felsach, der durch seine Weltreisen bekannt wurde.


Weitere Besitzer waren der Sägewerksbesitzer Leopold Kern und der Industrielle Arthur Krupp aus Berndorf. Er stellte es im letzten Kriegsjahr des Ersten Weltkrieg als Lazarett zur Verfügung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der gesamte Besitz der Familie Krupp von der sowjetischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Das Schloss verfiel.


Nach dem Staatsvertrag fiel der Besitz der Republik Österreich und damit den Bundesforsten zu. Von den Bundesforsten wurde eine Forstschule in Gainfarn eingerichtet.  Auch ein Institut für Bienenkunde war für eine Zeit eingemietet.


Zur Jahrtausendwende wurde diese Schule geschlossen. Der größte Teil des Waldbesitzes von 5.000 ha wurde bereits früher verkauft.

Im Jahr 2001 erwarb das Schloss die Stadtgemeinde Bad Vöslau. Das renovierte und adaptierte Schloss beherbergt seither die Musikschule Bad Vöslau.