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Heurigen = Buschenschank

Am 17. August 1784 hat Kaiser Josef II. die rechtliche Grundlage für den Buschenschank durch eine Zirkularverordnung geschaffen hat.
Mit diesem Zirkular erteilte Josef II. die Erlaubnis für jedermann, die von ihm selbst erzeugten Labensmittel, Wein und Obstmost zu allen Zeiten des Jahres, wie, wann und in welchem Preise er will, zu verkaufen oder auszuschenken.

Dem Buschenschank, wie wir ihn heute kennen, geht in Wahrheit eine viel längere und stetige Entwicklung voraus, die stets mit der Geschichte des Weinbaus gekpoppelt war

Das kleine Heurigen-Wörterbuch:
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    • ausg'steckt is': Der Winzer beginnt mit dem Ausschank seines Weines. Das Zeichen ist, dass er den "Zeiger" (Föhrenbuschen, Reisigkranz) - an einer Stange befestigt - hinaushängt. Ein weißes Bändchen bedeutet Weißwein, ein rotes Rotwein.
    • G'spritzter: Wein 1:1 mit Soda- oder Mineralwasser gemischt.
    • Heurige: Wein aus der letzten Lese (Ernte), zeitlich begrenzter Weinausschank eines Winzers in seinem Haus, meist 14 Tage.
    • Johannessegen: Ein leider schon fast vergessener Brauch, dem ersten und dem letzten Heurigengast ein Glas Wein kostenlos zu kredenzen.
    • Staubiger: Nicht filtrierter Wein, noch etwas trüb.
    • Most: Traubensaft
    • Sturm: Wenn süßer Most zu gären beginnt, entsteht Sturm (alter österreichischer Ausdruck "Darmputzer")
Essen:
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    • Blunz'n: Blutwurst
    • Bratlfett'n: Bratenfett vom Schweinebraten (Brotaufstrich)
    • Bratenes: Schweinebraten
    • G'selchtes: geräuchertes Schweinefleisch
    • Fleischlaberln: Buletten, Frikadellen, (auch: faschierte Laibchen)
    • Erdäpfelsalat: Kartoffelsalat
    • Grammeln: Grieben
    • Knofelschmalzbrot: Schmalzbrot mit Knoblauch (typ. Heurigenspeise)
    • Stelze: Schweinshaxn
    • Topfen: Quark